Sonntag, 21 Dhu al-Hijjah 1447 | 07/06/2026
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H.  7 Dhu al-Hijjah 1447 No: 1447AH/083
M.  Sonntag, 24 Mai 2026

 

Presseverlautbarung

Ist es für die islamische Umma nicht längst an der Zeit, ihren Reichtum in den Aufbau der eigenen Stärken und Interessen zu investieren?

(Übersetzt)

Unablässig werden der Reichtum und die Ressourcen der Umma verschleudert, um den Westen zu bereichern. Im Inneren hingegen werden diese Gelder für triviale Ablenkungen vergeudet, die die Muslime gezielt von der islamischen Lebensweise entfremden sollen. So verkündete die sogenannte saudische Unterhaltungsbehörde am Donnerstag, dem 21. Mai 2026, eine neue saudisch-ägyptische Allianz. Deren Ziel sei der Aufbau eines integrierten Netzwerks für Großveranstaltungen in der Region, das beide Länder auf einem gemeinsamen Weg vereinen soll, um internationale Künstler und Stars anzulocken! Zeitgleich gaben die Staaten des Golfkooperationsrates (GCC) und Großbritannien am Mittwoch, dem 20. Mai 2026, den Abschluss eines beispiellosen und massiven Freihandelsabkommens im Wert von rund fünf Milliarden US-Dollar bekannt. Damit wird Großbritannien das erste G7-Land, das ein derartiges Abkommen mit dem Golfblock unterzeichnet.

Auf diese Weise verschachern die Herrscher der Muslime weiterhin schonungslos den Reichtum der islamischen Umma. Erst gestern wurden wir Zeugen, wie sie Verträge in dreistelliger Milliardenhöhe abschlossen, um Güter von westlichen Konzernen zu Preisen zu erwerben, die deren eigentlichen Marktwert bei Weitem übersteigen. Ebenso mussten wir mitansehen, wie sie souveräne Staatsfonds plünderten, um westliche Unternehmen vor dem drohenden Bankrott zu retten. Diese und ähnliche Deals dienen keinem anderen Zweck, als die Gelder der Umma in die westliche Wirtschaft zu pumpen. Eine Wirtschaft, die derzeit von der Panik vor einem unmittelbar bevorstehenden Zusammenbruch erfasst wird – einem Kollaps, der weitaus verheerender ausfallen dürfte als alle vorangegangenen Krisen.

Der einzig richtige Weg wäre es gewesen, diese enormen Summen in den Ausbau der wirtschaftlichen und militärischen Kapazitäten der islamischen Länder zu investieren. Nur so könnten sie sich aus der technologischen Abhängigkeit vom Westen befreien und jene dringend benötigten Arbeitsplätze schaffen, die die anhaltende Abwanderung von Fachkräften („Brain Drain“) stoppen würden – ein Phänomen, das durch wirtschaftliche Not, die Erstickung der gesellschaftlichen Dynamik und die eklatante Ausgrenzung aus der politischen Sphäre befeuert wird.

An dieser Stelle bekräftigen wir unsere anfängliche Frage: Ist es für die islamische Umma nicht längst an der Zeit, ihren Reichtum in den Aufbau der eigenen Stärken und ihrer wahren Interessen zu investieren?

Bei Allah, diese Zeit ist wahrlich gekommen, und wir sind zutiefst davon überzeugt, dass sie nah ist – so Allah (t) will. Daran ändert auch die Tatsache nichts, wie verzweifelt der Westen und seine Handlanger versuchen, die Umma durch eine Politik der totalen Reizüberflutung abzulenken, sie mit belangloser Unterhaltung zu betäuben und Trivialität zu säen. Denn der Islam mit all seiner Tugend, seiner Würde und seiner glorreichen Geschichte ist tief im Herzen der Umma verwurzelt. Allah der Erhabene, spricht:

(وَاللَّهُ مُتِمُّ نُورِهِ وَلَوْ كَرِهَ الْكَافِرُونَ)

Aber Allah wird Sein Licht vollenden, auch wenn es den Ungläubigen zuwider ist.(61:8)

Dipl.-Ing. Salah Eddine Adadah
Leiter des Zentralen Medienbüros von Hizb-ut-Tahrir
المكتب الإعلامي لحزب التحرير
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