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بسم الله الرحمن الرحيم
Im Namen Allahs des Allerbarmers des Barmherzigen
Nachricht und Kommentar
Europäische Staaten fordern das zionistische Gebilde auf, die Palästinenser zu schützen
Frage:
Deutschland, Italien, Frankreich und Großbritannien haben in einer gemeinsamen Erklärung am vergangenen Donnerstag den Zionistenstaat dazu aufgerufen, das Völkerrecht zu achten und die palästinensische Bevölkerung in den besetzten Gebieten zu schützen. In der Erklärung sagten die Außenminister der vier Länder: „Wir (Frankreich, Deutschland, Italien und Großbritannien) verurteilen die alarmierende Eskalation der Gewalt durch Siedler gegen palästinensische Zivilisten aufs Schärfste und rufen zur Wiederherstellung von Stabilität im Westjordanland auf.“ (Reuters, 27.11.2025, bearbeitet)
Antwort:
Wer diese knappe Erklärung der vier europäischen Staaten zu den täglichen Verbrechen liest, denen die Bevölkerung Palästinas durch die Besatzungsmacht und die marodierenden Siedlerbanden ausgesetzt ist, wird unweigerlich an die Aussage des Propheten (s) erinnert:
«إِنَّ مِمَّا أَدْرَكَ النَّاسُ مِنْ كَلَامِ النُّبُوَّةِ الْأُولَى إِذَا لَمْ تَسْتَحْيِ فَاصْنَعْ مَا شِئْتَ»
„Zu dem, was die Menschen aus den Worten des frühen Prophetientums erkannt haben, gehört: Wenn du keine Scham empfindest, dann tue, was du willst.“
Denn eben jene europäischen Staaten, die das zionistische Gebilde dazu auffordern, die Palästinenser zu schützen, sind dieselben, die dessen Entstehung überhaupt erst ermöglicht haben, es seither unterstützten und bis heute unterstützen – in seinem Krieg gegen die palästinensische Bevölkerung, indem sie die zionistische Entität mit Waffen, Experten, Technologie und finanziellen Mitteln versorgen. Die Geschehnisse im Gazastreifen sind dafür der deutlichste Beweis: Ohne die Unterstützung der Vereinigten Staaten und Europas wäre es diesem Gebilde unmöglich gewesen, über zwei Jahre hinweg Krieg gegen Gaza zu führen. Dies bestätigte auch der bekannte amerikanische Wirtschaftsexperte Jeffrey Sachs mit den Worten: „‘Israel‘ist nicht in der Lage, auch nur einen einzigen Tag ohne die Unterstützung der Vereinigten Staaten Krieg zu führen.“ Wenn diese Staaten nun ausgerechnet dazu aufrufen, die Palästinenser zu schützen, so gleicht dies dem Verhalten dessen, der einen Menschen tötet und anschließend an seinem Begräbnis teilnimmt.
Diese Staaten veröffentlichen eine Erklärung, in der sie den Wolf auffordern, seine Beute zu schützen! Als ob das zionistische Gebilde sich um Erklärungen oder Demonstrationen scheren würde. Wie viele Proteste haben weltweit gegen den Vernichtungskrieg in Gaza stattgefunden, wie viele Verurteilungen seiner Verbrechen wurden von internationalen Institutionen ausgesprochen – und welchen Einfluss hatte all dies auf das brutale Verhalten der Zionisten gegenüber der palästinensischen Bevölkerung? Sie sind dafür bekannt, dass sie weder internationalen Beschlüssen noch Verurteilungen oder scharfen Stellungnahmen irgendeine Bedeutung beimessen; vielmehr haben solche Erklärungen ihre Arroganz und ihre Verbrechen nur noch gesteigert. Wären die europäischen Staaten und die Vereinigten Staaten ernsthaft daran interessiert, die Verbrechen der Zionisten zu beenden, hätten sie den Waffenverkauf an sie eingestellt, anstatt Krokodilstränen über das Leid der Palästinenser zu vergießen. Mehr noch: Sie hätten die zionistische Entitität gezwungen, diesen Krieg zu beenden – denn dazu wären sie durchaus in der Lage. Doch weshalb sollten sie das tun, wo dieser Krieg doch ihr eigener Krieg ist und die Ziele ihre eigenen Ziele sind?! Deshalb wissen die Zionisten mit absoluter Gewissheit, dass jene Beschlüsse und Erklärungen, die von Zeit zu Zeit veröffentlicht werden, nur dem Konsum der eigenen Bürger dienen.
Was die Muslime begreifen müssen, ist, dass sie ihre Haut nur mit eigener Hand retten können und dass, wenn sie sich nicht selbst bewegen, um den Genozid in Palästina zu beenden, niemand sonst sich bewegen wird. Das Palästina-Problem ist das Problem aller Muslime, und jeder Einzelne wird darüber am Tage des Jüngsten Gerichts zur Rechenschaft gezogen werden. Entweder bedeutet dies Erfolg und den Eintritt in Gärten, so weit wie die Himmel und die Erde, oder aber Schmach und bittere Reue an einem Tag, an dem Reue nichts mehr nützt. Möge Gott uns davor bewahren



