Media Office
Das zentrale Medienbüro
| H. 22 Dhu al-Qi'dah 1447 | No: 1447AH/075 |
| M. Samstag, 09 Mai 2026 |
Presseverlautbarung
Ihr Muslime! Haben eure Herrscher noch immer nicht davon abgelassen, den Sicherheitsrat zur Lösung eurer Belange anzurufen?!
(Übersetzt)
Am Abend des Donnerstags, dem 7. Mai 2026, gaben Bahrain und die USA im Namen der Vereinigten Arabischen Emirate, Katars, Kuwaits und Saudi-Arabiens bekannt, dass sie dem UN-Sicherheitsrat einen Resolutionsentwurf zur Lage bezüglich der Straße von Hormus vorgelegt haben.
Angesichts der Art und Weise, wie die kleingeistigen Machthaber der Muslime die schicksalhaften Belange der Umma verschachern – und völlig unabhängig von den Ergebnissen der Beratungen im Sicherheitsrat, die ohnehin stets gegen die Interessen der Muslime gerichtet sind –, stellt das Zentrale Medienbüro von Hizb-ut-Tahrir Folgendes klar:
1. Die jüngsten Aggressionen von Seiten der Vereinigten Staaten und der Zionisten gegen den Iran haben euch, ihr Muslime, die immense strategische Bedeutung der Straße von Hormus und der anderen Meerengen in euren Ländern schonungslos vor Augen geführt. Sie bilden schlichtweg die Lebensader der Weltwirtschaft. Das bedeutet, dass ihr über das materielle Lebenselixier der globalen Wirtschaft – Öl und Gas – sowie über jene strategischen Wasserwege verfügt, die einen Großteil der weltweiten Handelsströme kontrollieren.
2. Es ist offensichtlich, dass dieser Resolutionsentwurf, der von den in den islamischen Ländern installierten Gebilden eingereicht wurde, ein rein amerikanisches Konstrukt ist. Amerika strebt damit nach internationaler Legitimität für die tyrannische Willkür, die es auf dem Land, auf dem Meer und im Luftraum der Muslime ausübt. Zugleich versucht es auf diesem Wege, sein eigenes Scheitern zu vertuschen: das Scheitern bei der Aggression gegen den Iran, bei der verhängten Seeblockade und bei dem von ihm propagierten, nun aber sang- und klanglos fallen gelassenen sogenannten „Freedom Project“ („Projekt Freiheit“).
3. Politisches Bewusstsein erfordert es zwingend, politische Ereignisse aus dem Blickwinkel der islamischen ʿaqīda zu betrachten. Demnach muss die ungeteilte Kontrolle über die Straße von Hormus und alle anderen Meerengen in den islamischen Ländern ausschließlich bei den Muslimen liegen. Es ist absolut unzulässig, dass Großmächte, die Vereinten Nationen, deren Sicherheitsrat oder jedwede andere internationale Organisation auch nur den geringsten Einfluss auf diese strategischen Knotenpunkte ausüben. Allah der Allmächtige sprach:
(وَلَنْ يَجْعَلَ اللهُ لِلْكَافِرِينَ عَلَى الْمُؤْمِنِينَ سَبِيلاً)
Und Allah wird den Ungläubigen keine Möglichkeit geben, gegen die Gläubigen (vorzugehen).(4:141)
4. Die Muslime müssen die Lösung ihrer Angelegenheiten selbst in die Hand nehmen. Es ist ihnen strikt untersagt, sich zur Lösung ihrer Belange an Großmächte oder internationale Gremien zu wenden. Die Großmächte sind imperiale Staaten, die nach den Ländereien und dem Reichtum der Muslime gieren. Internationale Organisationen wiederum sind nichts weiter als koloniale Werkzeuge in den Händen eben dieser Staaten, um ihre geopolitischen Interessen auf unserem Boden durchzusetzen.
5. Es sind gerade die Herrscher der Muslime, die die Zersplitterung der islamischen Ländereien in schwache, abhängige Gebilde zementieren und die Einheit der islamischen Umma unter dem Dach des Kalifats verhindern. Schlimmer noch: Sie sind es, die den kolonialistischen Ungläubigen die Herrschaft über den islamischen Boden überhaupt erst ermöglichen.
6. Für die Muslime gibt es keine Rettung aus ihrer elenden Realität, außer durch die Absetzung dieser erbärmlichen Machthaber, die wie ein Joch auf ihren Nacken lasten. Die Herrschaft des Islam muss wiederhergestellt werden – und zwar einzig durch die Errichtung des zweiten rechtgeleiteten Kalifats gemäß dem Plan des Prophetentums, für das Hizb-ut-Tahrir unablässig arbeitet. Die Muslime müssen sich eiligst an die Seite der Partei stellen und ihr Vorhaben unterstützen, denn sie ist der Lotse, der sein Volk nicht belügt, und aufrichtiger Träger dieses gewaltigen politischen Projekts.
Das Zentrale Medienbüro von Hizb-ut-Tahrir
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